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    Nachricht vom 11.10.19 | ISS GUT!, ISS GUT! SPEZIAL

    Gesund aufgetischt: Kita- und Schulverpflegung gemeinsam gestalten

    Fachtagung im Rahmen der ISS GUT! will Qualität und Akzeptanz des Kita- und Schulessens verbessern

    Eine ausgewogene Ernährung in Kita und Schule ist eine wichtige Basis für die körperliche und geistige Fitness von Kindern und Jugendlichen. Nicht nur gesund sollen Essen und Trinken sein, sondern auch schmecken. Wie die Qualität des Kita- und Schulessens gesichert und damit seine Akzeptanz erhöht werden kann, diskutiert die Fachtagung Kita- und Schulverpflegung am 4. November 2019 in Leipzig. Unter dem Motto „Gemeinsam Kita- und Schulverpflegung gestalten“ werden gelungene Konzepte und deren Organisation sowie die Einbindung aller Beteiligten vom Speisenanbieter bis zu den Eltern- und Schülervertretern diskutiert. Die Fachtagung findet parallel zur führenden ostdeutschen Branchenmesse ISS GUT! (3. bis 5. November 2019) statt.

    „Welche Konzepte bringen die unterschiedlichen Ansprüche an eine qualitativ hochwertige Kita- und Schulverpflegung am besten unter einen Hut – beginnend bei der Art des Versorgungssystems und der Speisen bis zur Preisgestaltung? Praxisnahe Antworten und gemeinsame Lösungswege zeigt die diesjährige Fachtagung für Kita- und Schulverpflegung auf“, erklärt Manuela Sorg, Projektleiterin der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Sachsen bei der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. (SLfG). „Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren und eigene Ansätze vorzustellen. Unser Ziel ist, die gesellschaftliche Akzeptanz des Kita- und Schulessens zu verbessern und dafür alle beteiligten Akteure einzubinden – von den Trägern und der Leitungsebene in Kitas und Schulen über die Speisenanbieter bis zu Pädagogen, Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern selbst."

    Alle an einen Tisch

    „Kita- und Schulverpflegung ist Chefsache!“, unterstreicht Dr. Anke Oepping, Referatsleiterin beim Nationalen Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ). In ihrem Vortrag „Qualität auf den Teller gebracht – Wer ist verantwortlich? Wer darf mitreden?“ wird sie beispielsweise auf die Grundlagen für ein erfolgreiches Management der Kita- und Schulverpflegung eingehen.

    Dabei tragen laut Dr. Oepping alle Akteure eine große Verantwortung, denn Kindheit und Jugend seien prägende Lebensphasen mit großen Potenzialen für die Ernährungsbildung. Deshalb sei es für junge Menschen motivierend, früh in die Versorgungskonzepte einbezogen zu werden und sie mitzugestalten: „Partizipation ist ein demokratisches Grundprinzip. Bei der Mitgestaltung des Kita- und Schulessens geht es darum, diese Prozesse für die Grundbildung zu nutzen“, so Anke Oepping. „Selbst- und Mitbestimmung sind pädagogische Lernprozesse, die sehr gut vom ersten Tag in der Kita und weiterführend in der Schule am Essen festgemacht werden können.“ In der anschließenden Podiumsdiskussion „Alle an einen Tisch! Wie Partizipation gelingt, um Kita- und Schulverpflegung erfolgreich zu gestalten“ werden diese Themen vertieft, unter anderem mit Vertretern des Landeselternrats, der Schülerräte, von Speisenanbietern und Trägern.

    Gemeinsam Qualität und Chancengleichheit sichern

    Erfolgreiche Kita- und Schulverpflegung in der Kommune, Ideen für die Schulmensa von morgen und für eine nachhaltige Verpflegung, Geschmacks- und Ernährungsbildung in Kita und Schule sowie Chancengleichheit bei der Teilnahme am Kita-Essen: Fünf praxisnahe Foren am Nachmittag der Fachtagung widmen sich funktionierenden Beispielen aus der Praxis.

    So stellt Wiebke Helmcke, Projektkoordinatorin bei der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Sachsen, im Forum „Gemeinsam Qualität sichern – so gelingt Kita- und Schulverpflegung in der Kommune“ ein laufendes Modellprojekt aus dem sächsischen Riesa vor. Das Projekt hat inzwischen Nachahmer unter anderem in Radebeul gefunden. Vertreter der beiden Städte berichten über ihre Erfahrungen beim Aufbau tragfähiger Kommunikationsstrukturen und dem Einsatz von Instrumenten der Qualitätssicherung, wie zum Beispiel Zufriedenheitsbefragungen, Mensa-Checks und Verpflegungsausschüsse.

    Welche Strategien Kitas entwickelt haben, wenn Eltern die Essensversorgung nicht zahlen können, behandelt das Forum „Gleiche Chancen ermöglichen – Umgang mit Essenssperrungen in der Kita“. „Neben der Ernährung spielt auch der Teilhabeaspekt für die kindliche Entwicklung eine wichtige Rolle. Aufgrund von Essensgeldrückstanden kommt es immer wieder zu ‚Essenssperrungen’ für Kinder aus finanziell benachteiligen Familien, und diese Kinder machen bereits in Kindertageseinrichtungen Ausgrenzungserfahrungen“, berichtet Silke Meyer, Projektleiterin „KINDER STÄRKEN“ – Kompetenz- und Beratungsstelle „Maßnahmen für Kinder mit Lern- und Lebenserschwernissen“ bei der SLfG. Im Forum informiert sie über Erfahrungen aus dem sächsischen ESF-Programm (ESF = Europäischer Sozialfonds) „KINDER STÄRKEN“ mit 150 Kindertageseinrichtungen.

    Über die Fachtagung Kita- und Schulverpflegung

    Die Fachtagung Kita- und Schulverpflegung wird zum vierten Mal von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Sachsen gemeinsam mit der Leipziger Messe organisiert. Sie findet am 4. November 2019 von 10.00 bis 16.00 Uhr statt. Die begleitende Ausstellung öffnet zwischen 9.30 Uhr und 17.00 Uhr.

    Der Eintritt für Kita- und Schulleiter, Küchenleiter, Lehrer, Erzieher, Studenten, Eltern- und Schülervertretungen, Ministerien, Behörden, Ämter sowie Organisationen (mit Nachweis der Schule/Behörde) beträgt 24,00 Euro. Caterer, Menülieferanten, Industrie und Küchenplaner zahlen 59,00 Euro. Im Eintrittspreis enthalten sind Pausenversorgung, Tagungsunterlagen sowie Zutritt zur ISS GUT! Die Eintrittskarten berechtigen am Besuchstag zur einmaligen kostenfreien Hin- und Rückfahrt zum bzw. vom Messegelände mit dem öffentlichen Nahverkehr (Tarifzonen 110, 151, 156, 162, 163, 168, 210, 225).

    Weitere Informationen unter: www.iss-gut-leipzig.de/kitaundschule

    Die ISS GUT! findet vom 3. bis 5. November 2019 auf dem Leipziger Messegelände statt. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Zeitgleich lädt die Messe FOODSpecial ein. Die Tageskarte kostet 19,00 Euro, online 15,00 Euro, die Dauerkarte 30,00 Euro bzw. 25,00 Euro im Online-Vorverkauf. Alle Tickets berechtigen jeweils zum Besuch beider Veranstaltungen.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Ingrid Bednarsky
    Telefon: +49 341 678 65 66
    Fax: +49 341 678 65 12
    E-Mail: i.bednarsky@leipziger-messe.de


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